Willkommen am Detlefsengymnasium in Glückstadt

Abi-Entlassung mit drei Feierstunden 87 Abiturienten verlassen das Detlefsengymnasium


Christine Reimers Glückstadt Dreimal die Bestnote 1,0: Johanna Grell, Thorge Seefeldt und Florian Dohrn sind die besten Abgangsschüler des Detlefsengymnasiums. 87 Abiturienten wurde trotz Corona eine würdige Abschlussfeier ermöglicht. Es gab drei Feierstunden hintereinander. Jeder Abiturient durfte zwei Personen – meist waren es die Eltern – mitbringen. Zu dritt saßen sie dann an liebevoll gedeckten Tischen, es gab erstmals Getränke für alle.

Direktor Hartmut Appel hatte sich drei Sakkos mitgebracht und zog sich zu jeder Feier neu um. Auch seine launigen Reden waren jedes Mal neu auf die Schüler zugeschnitten. Er scherzte: „Erstmals haben wir mehr Männer als Frauen, die Abitur machen.“ Und dann seien es sogar zwei junge Männer, die mit Bestnoten glänzten. „Es sind vernünftige Kerle“, lobte er Thorge Seefeldt und Florian Dohrn. „Wir haben hier auch schon Schüler verabschiedet, von denen wir nicht wussten, ob sie einen Hammer halten können.“
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Zudem holte Appel eine Abiturientin auf die Bühne, der er mit viel Freude ein Buch von Goethe schenkte, weil sie die deutsche Sprache so schätzen würde.
Sara Saberi kam 2015 aus dem Iran nach Deutschland und sprach damals kein Wort Deutsch. Sie brachte aber gute Zeugnisse aus ihrem Heimatland mit und kam in die neunte Klasse des Gymnasiums. Jetzt machte sie in Glückstadt ihr Abitur.

Mit dem besonderen Geschenk für Sara Saberi schlug Appel den Bogen zu den Schülern, die der studierte Germanist im vergangenen halben Jahr unterrichtete. „Kiel-Garden, Fußball, Goethe“ beschrieb er seinen eigenen Lebensweg und belegte an seiner eigenen Person: Es lohnt sich, Bücher zu lesen.
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Appel verabschiedete mit Lore Lange auch eine Mutter, die sich viele Jahre als Vorsitzende im Elternbeirat engagierte. „Die Zusammenarbeit war hervorragend, sie war super.“ Sie selbst gab den Schülern mit auf den Weg: „Lebt euer Leben.“
In allen drei Feierstunden – sie folgten jeweils im Zwei-Stundentakt aufeinander – sprach Birthe Krüger für die Ole Primoners.
Sie ist Lehrerin am Detlefsengymnasium und machte hier vor 30 Jahren ihr Abitur. „Und seit 30 Jahren bin ich Mitglied des Vereins. Die Primanervereinigung wurde 1887 gegründet.“ Sie legte allen Abiturienten ans Herz, in den Verein einzutreten. Dieser sei ein Netzwerk. Über den jährlich erscheinenden Primanerberichte können die Ehemaligen in Verbindung bleiben. Die Mitglieder leben in Deutschland und in 20 anderen Ländern. Nur in diesem Jahr müsste das mehrtägige, jährliche Treffen im September wegen der Corona-Krise abgesagt werden.

Zudem gab es Reden von Lehrern, Schülern und Eltern. Und Abiturientin Mira Henke spielte am Klavier.