Willkommen am Detlefsengymnasium in Glückstadt

Collage der Vielfalt

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„Es ist großartig geworden. So einen tollen Eingangsbereich wird man wohl an keiner anderen Schule finden.“ Das ist das Urteil von Kunstlehrer Vincent Schubarth vom Detlefsengymnasium.

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An der Wand des Versorgungsgebäudes mit Buswartebereich und Fahrradabstellplätzen ist jetzt eine „Collage der Vielfalt“ montiert worden.
340 Platten im Format 20 mal 20 Zentimeter bilden die Schule als Ort der Vielfalt ab. „Es sind Platzhalter, die das Kommen und Gehen von Menschen und die unterschiedlichen Wissensbereiche abbilden.
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Die Schule bleibt, aber die Menschen darin übernehmen nur einen Platz auf Zeit“, beschreibt der 46-jährige Kunstlehrer die Aussage dahinter.

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Entstanden ist die Idee zu diesem Kunstwerk mit einer Größe von 6,80 mal 2,20 Metern bereits vor einem Jahr. Der damalige Schulleiter Hartmut Appel sprach Vincent Schubarth an, wie man den Eingangsbereich zum Schulgebäude künstlerisch aufwerten könne. Und Schubarth hatte sogleich Reliefbilder aus Ton mit erdigen Farben im Kopf. Zusammen mit seiner Kollegin Anja Riedel und Gerhard Bauhaus (pensioniert) als Kernteam sprachen sie Fachleitungen und Schüler an, denn alle Wissensbereiche und möglichst viele Schüler sollten mitmachen.
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Ab Mai haben dann etwa 30 Schüler und Lehrer in der Tonwerkstatt gearbeitet, selbst in den Sommerferien wurde fleißig weitergemacht.
Schubarth: „Wir haben mit zwölf Sorten Ton modelliert. Die Motive und Macharten konnten frei komponiert werden, sodass in der Vielfalt alle Themen rund um Schule vertreten sind.“

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Nach dem Brennen– zuerst der Schrühbrand mit offenen Poren, dann der Glasurbrand – wurden die Tonplatten zu einem Gesamtwerk angeordnet. „Dabei haben wir auf Farben und Motive geachtet, die in der Gesamtschau eine maximale Vielfalt ausdrücken.“ So entstehen beim Betrachten der fertigen Collage immer wieder neue Verbindungen und Assoziationen.

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Die Tonfliesen waren vor der Montage bereits auf Platten zu neun Einzelkacheln vormontiert und nummeriert. Michael Schielke von der Baufirma Sommer trug Flexkleber auf den Hartschaumuntergrund auf, dann ging es ans Ausrichten. „Die Platte steigt nach rechts“, bemängelte Gerhard Bauhaus. Michael Schielke: „Dann setzen wir links einen Keil darunter und prüfen mit der Wasserwaage.“

Mehrere Stunden dauerte die Montage, am Ende waren die Lehrkräfte zufrieden. In einer Dokumentation sind alle Arbeitsschritte zusammengestellt, um auch nachfolgenden Schülergenerationen die Motivwahl und den Fertigungsprozess zu erläutern.