Willkommen am Detlefsengymnasium in Glückstadt

Magie im Herzen bewahren
81 Abiturienten haben gestern ihre Zeugnisse bekommen / Direktor Appel spricht von herausragenden Leistungen

Ein herausragender Abiturjahrgang bekam gestern am Detlefsengymnasium Zeugnisse. „Von den 81 Schülern haben 18 ihr Abitur unter 2,0 abgeschlossen“, lobte Direktor Hartmut Appel. Der Notendurchschnitt des Jahrgangs lag bei 2,53. Außerdem seien die Schüler herausragend in Mathematik gewesen. Launig ging er auf das Motto des diesjährigen Abiturjahrgangs „zwölf Jahre durchgemuggelt“ ein. Das könnte dreierlei heißen. Erstens: Ich bin ein Muggel, ein Mensch ohne magische Fähigkeiten, quasi ein Trottel und habe trotzdem das Abitur geschafft. Oder heißt durchgemuggelt vielleicht auch durchgemogelt? Der dritter Ansatz: Ich habe mich angestrengt, zwölf Jahre durchweg und daher verdient mein Abitur erreicht. Was es bei jedem einzelnen bedeutet, das ließ er offen und nahm dann noch Bezug auf ein Gedicht von Joseph von Eichendorff: „Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort, und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort.“

Abi 2017

„Wir haben so viele Zauberworte, mit denen ihr so viel erreichen könnt, wir brauchen die Magie nicht. Bewahrt euch eure Leidenschaft, mischt euch ein, widersprecht dem Unrecht und den Dummen, denn diese regieren schon Teile unserer Welt, und da muss man einfach widersprechen“, wünschte er sich von den Abiturienten.
An diese Rede knüpfte Landrat Torsten Wendt an. „Bewahren Sie sich die Magie in Ihrem Herzen, um immer wieder mit beiden Beinen auf dem Boden zu landen“, wünschte er den Abiturienten. Er dankte den Lehrkräften für die Arbeit, die sie geleistet hatten.

Dass diese nicht immer ganz leicht war, davon zeugte die Rede der vier Lehrer, die die Abgangsprofile geleitet hatten. Sie erzählten von einem fröhlichen, freundlichen Jahrgang, den sie gerne in Erinnerung behalten. Von engagierten jungen Menschen, die gezeigt haben, dass sie auch Platz machen können für andere und vernünftige Entscheidungen treffen können. Von Schülern, die viel Spaß hatten, aber auch Unsinn machten. Sehr humorvoll hatte das Lehrer Jens Binckebanck in Worte gefasst. Er stellte drei Regeln auf für den Umgang mit den Schülern, die für ihn mit den „Gremlins“ aus dem Film „Gremlins – Kleine Monster“ vergleichbar seien. Erstens: Drehe ihnen niemals den Rücken zu! Zweitens: Verlasse niemals den Raum! Drittens: Zeige niemals Gefühle oder Schwäche! Er selbst sei einmal schwach geworden und daraufhin mutierten die netten Schüler zu Monstern. „Ihr könnt stolz auf euch sein: Das war das erste und einzige Mal, dass ich meinen Frust bei Herrn Appel abgeladen habe.“ Dennoch resümierte er: „Es war einfach eine geile Zeit!“

Die Elternsprecher Barbara Goltz und Frank Borutta lobten die Schüler und wünschten ihnen alles Gute für ihre Zukunft. Und sie sprachen von ihrem Einsatz für die Kinder mit durchwachten Nächten, Bangen vor wichtigen Prüfungen und auch das Mitfreuen. „Bleibt begeisterungsfähig und kreativ und hinterlasst eure Spuren, wohin auch immer euch euer Weg führt! Und wo immer er euch hinführt, wir werden auch weiterhin immer für euch da sein!“ Acht Schüler sprachen für ihre Profilstufen. Es waren launige Reden unter anderem über den Schulalltag. Sie alle hatten Geschenke für ihre Lehrer. Jens Binkebanck bekam die Auszeichnung als „Germany’s next Top-Lehrer“, Valentina Schneider einen Baum mit Glückwünschen, einen Basketball gab es für Christian Arnold und ein Bungeejump-Springen für Christian Raloff. Norbert Meinert, Vorsitzender der Primanervereinigung, erklärte, dass es mit den Neuzugängen jetzt 1589 „ole Primoner“ gibt. „Das zeigt, dass die Schule gute Arbeit leistet.“ Für musikalische Unterhaltung sorgten Schüler des Gymnasiums. Herausragend hier Gisele von Peireira mit einem Gesangsstück, begleitet von Sebastian Vogel.
Claudia Jörgens/Christine Reimers