Willkommen am Detlefsengymnasium in Glückstadt

Detlefsensporthalle: Rohbau im Oktober fertig
Um 4 Uhr begann für die Maurer auf der Großbaustelle am Detlefsengymnasium gestern Morgen der Arbeitstag. 450 Kubikmeter Beton galt es zu verarbeiten. Am Rohr der Betonpumpe sorgte Bauleiter Thomas Jakobeit persönlich dafür, dass alles gleichmäßig verteilt wurde. Damit war dann am Nachmittag zumindest die eine Hälfte der Bodenplatte für die neue Sporthalle fertiggestellt. 58 Lastwagen vom Betonwerk in Lägerdorf fuhren vom frühen Morgen an nach und nach vor. Die Straße war für den Verkehr voll gesperrt. Die zweite Hälfte der Bodenplatte soll am 22. Juni gegossen werden. „Danach beginnen wir dann auch schon mit dem Aufbau der Halle“, weiß Mitarbeiter Peter Karstens.
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Die Gesamtkosten für das Projekt Sporthalle liegt derzeit bei 8,47 Millionen Euro. Der Planungsstand zurzeit ist: Der Rohbau der Halle soll im Oktober fertig sein. Die Halle selbst soll im Sommer 2020 fertig sein. Im Anschluss wird dann die jetzige Turnhalle abgerissen. Auch wird ein neuer Parkplatz angelegt. Im Dezember 2020 die Gesamtbaumaßnahme abgeschlossen sein.
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Am Pumprohr und knöcheltief im Beton sorgte Bauleiter Thomas Jakobeit dafür, dass alles nach Plan lief.





Grundsteinlegung Sporthalle
Erst das Vergnügen, dann die Arbeit, dachte sich Karin Prien offensichtlich. Bei der Grundsteinlegung für die neue Sporthalle am Detlefsengymnasium überbrachte Bildungsministerin zunächst einen Fördermittelbescheid und nahm anschließend beim Einmauern der Dokumentenkapsel gleich selbst die Kelle in die Hand.
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Für das Gelingen des Ersatzbaus berief sie sich auf ein Goethe-Zitat: „Drei Dinge gilt es zu beachten: Der Bau muss am rechten Fleck stehen, er muss wohl gegründet sein und vollkommen ausgeführt werden.“ Um den Kreis als Bauträger zu unterstützen, übergab sie an Landrat Torsten Wendt einen Fördermittelbescheid über 2,95 Millionen Euro – Mittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm des Bundes. Schleswig-Holstein hat daraus für die Sanierung von Einrichtungen der Schulinfrastruktur 77 Millionen Euro für die Jahre 2017 bis 2022 erhalten. „Wir investieren dieses Geld komplett in die Bildungsstruktur. Es hilft den Schulen dabei, auch weiterhin gute Arbeit zu leisten“, so Prien.

Die Bildungsministerin möchte gern noch mehr helfen. „Wir haben bei den Schulen einen Investitionsstau im Land von fast zwei Milliarden Euro. Wir unterstützen erstmal dort, wo es am dringendsten gebraucht wird.“ Eine gute Lernumgebung sei für sie wichtig für den Lernerfolg der Kinder und Jugendlichen. „Und der Sport ist eine wesentliche Grundlage dafür.“
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Von guten Sportmöglichkeiten an den Schulen profitiere die ganze Stadt, sagte Bürgermeisterin Manja Biel. „Eine gute Ausstattung der Schulen ist ein Zugewinn und gut für das Image.“ Das Detlefsengymnasium habe einen exzellenten Ruf und die olympische Erziehung im Schulprogramm formuliert. „Dadurch werden Respekt und Toleranz gelehrt.“

Dass Bewegung auch den Geist jung hält, davon ist die stellvertretende Schulleiterin Susanne Senftleben überzeugt. Bei ihrer Begrüßung in Vertretung des verhinderten Schulleiters Hartmut Appel äußerte sie die Hoffnung, dass durch den Neubau der Sportunterricht noch attraktiver gestaltet werden könne. „Gute Rahmenbedingungen motivieren auch die Lehrkräfte, ihren Beruf mit Freude und Leidenschaft auszuüben.“ Senftleben bedankte sich beim Kreis als Träger, dass er immer zur Schule gestanden habe, und bei der Stadt, die durch die geänderte Verkehrsführung zur Entspannung während der Bauphase beigetragen habe.

Landrat Torsten Wendt zeichnete die komplizierte Entscheidungsfindung nach. „2015 haben wir uns das erste Mal mit einer Sanierung der Sporthalle befasst. 2016 ist dann die Entscheidung für einen Neubau gefallen. Die kalkulierten Kosten dafür lagen damals bei 6,85 Millionen Euro.“ Durch die gute Konjunkturlage und die hohe Auslastung der Baugewerke haben sich in den Ausschreibungsergebnissen die Kosten aber auf aktuell 8,47 Millionen Euro erhöht.

Gebaut wird eine Dreifeldsporthalle mit einer Nutzfläche von 2100 Quadratmetern, davon 1104 Quadratmeter Sportfläche. „Die Gestaltung orientiert sich mit dem Verblendmauerwerk und der Zinkblechverkleidung der Dachränder an dem Gesamtensemble des Schulgebäudes.“

Der Rohbau der Halle soll im Oktober fertig sein und die Fertigstellung ist für den Sommer 2020 geplant. Danach soll in den Sommerferien die alte Turnhalle abgerissen werden, sodass im Dezember 2020 die Gesamtbaumaßnahme einschließlich der Parkplätze abgeschlossen ist.

Für die symbolische Grundsteinlegung war ein verschlossenes Kupferrohr vorbereitet worden, die sogenannte Bulle. Susanne Senftleben erläuterte: „Hier drin sind Kleingeld, die aktuelle Ausgabe der Tageszeitung Glückstädter Fortuna, das neueste Jahrbuch der Schule und aufgeschriebene Wünsche von Schülern, Eltern und Lehrkräften für das Gelingen des Baus und der erfolgreichen Nutzung.“ Zusammen mit den Schülervertretern Piet Lieschack und Vivian Eckelmann sowie Karin Prien, Torsten Wendt, Kreispräsident Peter Labendowicz und Manja Biel wurde die Bulle mit Zementmörtel und Kalksandsteinen eingemauert.