Willkommen am Detlefsengymnasium in Glückstadt

Die Besten in Mathe


Schüler des Detlefsengymnasiums rechnen sich bei Landesrunde der Mathe-Olympiade auf das Siegerpodest.

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Erfolgreiches Mathe-Team aus Glückstadt: Die Detlefsenschüler Johanna Grell (v.l.), Romi Karatas, Julia Boldt, Joost Weidemann, Anneke Bloching, Thorge Seefeldt, Lilly Carstens, Florian Dohrn, Jan Hendrik Heinsohn, Aaron Patyk, Til Haagen und Paul Mrozek kehrten mit Mathe-Top-Team-Leiter Torsten Domrös und zahlreichen Podestplätzen von den Landesmeisterschaften aus Flensburg zurück.
Carsten Wittmaack

Die Mitglieder des Mathe-Top-Teams des Glückstädter Detlefsengymnasiums sind erfolgsverwöhnt. Vordere Plätze bei der Mathematik-Olympiade gehören fast schon zum Alltag. Und doch will jeder Podestplatz erst einmal errungen sein. Und nichts verjährt so schnell wie der Ruhm von gestern. Also muss ständig daran gearbeitet werden, dass das Niveau nicht absackt.

Dafür sorgt in erste Linie Teamchef Torsten Domrös. Mit Bravour, wie jüngst die Landesrunde der Mathe-Olympiade bewies. Gleich ein Dutzend Schüler des Detlefsengymnasiums vertraten den Kreis Steinburg in Flensburg. Hinzu kamen jeweils ein Vertreter des Sophie-Scholl-Gymnasiums, der Auguste-Viktoria-Schule und der Kaiser-Karl-Schule.

Doch nicht nur mit reiner Quantität machten die Glückstädter auf sich aufmerksam, auch in Sachen Qualität ließen sie aufhorchen. Gleich acht Podestplätze gingen an Schüler des Detlefsengymnasiums, das mit Anneke Bloching (5. Klasse) und Joost Weidemann (8. Klasse) auch zwei Jahrgangssieger stellte.
Ein weiterer Medaillenrang könnte noch hinzukommen. Elftklässler Julian Kardel nahm an den Landesmeisterschaften in Hamburg teil. „Da steht die Wertung noch aus“, so Domrös.
Mathe, das klingt für viele Schüler nach drögem Unterrichtsstoff und unverständlichem Zahlengewusel. Doch was bei dem einen Stress auslöst, ist für den anderen ein Spaßfaktor. Das gilt insbesondere für die Mitglieder des Mathe-Top-Teams. Ganz freiwillig wird hier zusätzlich zum Unterrichtsstoff Mathe gebüffelt.

Und dass dieser Spaß am Lernen zielführend ist, beweist die Mathe-Olympiade. Zwei Tage lang waren die Teilnehmer der Jahrgänge sieben bis zwölf in Flensburg, einen Tag die Fünft- und Sechstklässler. „An beiden Tagen hatten wir vier Stunden Prüfung“, erzählt Achtklässler Jan Hendrik Heinsohn, der mit der Silbermedaille nach Hause kam. 28 von maximal 40 Punkten standen am Ende auf seinem Konto. Übertroffen wurde er nur von Joost Weidemann mit 31 Punkten – auch er ein Detlefsenschüler.
121 Mathe-Asse nahmen in den Stufen sieben bis zwölf am Landesentscheid teil. Allein neun kamen aus Glückstadt. „Das ist schon eine beeindruckende Zahl“, freute sich Domrös. Natürlich wurde in Flensburg nicht nur gerechnet. „Wir hatten auch Freizeit“, betont Landes-Champion Joost Weidemann. Aquarium-Besuch, Phänomenta, Filmabend. Für jeden war das passende Angebot dabei. Einige der älteren Schüler verzichteten sogar freiwillig auf das Rahmenprogramm und halfen bei der Korrektur der Arbeiten der jüngeren Jahrgänge.

Und der Lohn für die Schinderei? Eine Urkunde, das gute Gefühl, zu den Besten im Land zu gehören und ein finanzieller Extra-Bonus, den der ehemalige Detlefsen-Abiturient Johann Sawatzki spendete. Jetzt geht es für die Besten der Besten munter weiter. Auf die Jahrgänge fünf bis sieben wartet kurz vor den Sommerferien das Westensee-Camp. Joost Weidemann und Jan Hendrik Heinsohn gehören zu den 15 Auserwählten, die Chancen auf die Bundesrunde im Mai in Bonn haben. „Aus dem jetzigen 15er-Team werden am Ende elf Schüler mitfahren“, erklärt Domrös. Man muss kein Mathe-Genie sein, um zu wissen, dass das Duo gute Chancen hat dabei zu sein.