Willkommen am Detlefsengymnasium in Glückstadt

Neue Schulleiterin Susanne Senftleben

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Susanne Senftleben ist die neue Direktorin des Detlefsengymnasiums. Die Itzehoerin ist die Nachfolgerin von Hartmut Appel, der im Januar in Pension ging. Die 50-Jährige war bereits seit 2016 seine Stellvertreterin. Im Februar war sie deshalb noch kommissarisch als Schulleiterin eingesetzt.

Von den Kollegen ermuntert
„Nachdem die erste Stellenausschreibung zu keinem Wahlvorschlag eines externen Bewerbers geführt hatte, habe ich mich durch Ermutigung aus dem Kollegium und nach Rücksprache mit meiner Familie in der zweiten Runde beworben. Im Schulleiterwahlausschuss musste ich mich dann gegen einen gleichqualifizierten Bewerber durchsetzen“, bekennt sie sich zu ihrer neuen Aufgabe. „Ich habe Spaß, Schule zu gestalten und habe genügend Erfahrung in Leitungsaufgaben.“

Neugierig bleiben
Sie steht für die Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes der Schule, aber sie möchte auch eigene Akzente setzen. „Lehrkräfte sollen Bildung und Werte vermitteln und zur Kritikfähigkeit erziehen. Das Wichtigste dabei ist für mich das eigene Vorleben und der Beitrag zur Entwicklung einer Gesamtpersönlichkeit der uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler.“ Die Schüler sollen ihre Meinung äußern und begründen können, ihren Weg aber auch kritisch reflektieren und andere Meinungen zulassen. „Lernen heißt für mich, neugierig und offen zu bleiben.“

In Dresden und Suhl aufgewachsen
Susanne Senftleben wohnt in Itzehoe, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Geboren ist sie in der Nähe von Berlin und in Dresden und Suhl aufgewachsen. Nach dem Lehramtsstudium in Potsdam mit den Fächern Biologie und Chemie absolvierte sie von 1994 bis 1996 das Referendariat in Ueckermünde am Stettiner Haff. In der Rückschau erinnert Susanne Senftleben sich an eine gute Ausbildung, aber auch an viel Unsicherheit in der Bevölkerung und bei den Lehrkräften in dieser Zeit nach der Wiedervereinigung.

Sozialer Zusammenhalt
„Für uns war diese Nachwendezeit ein gefühlter Systemzusammenbruch. Es gab wenig Besitz in der Bevölkerung. Das führte zu sozialem Zusammenhalt. Und die Schüler waren deutlich kritischer, als wie ich sie später in Schleswig-Holstein erlebt habe.“ Nach dem Referendariat war Susanne Senftleben zunächst arbeitslos. Sie gab Kurse an der Volkshochschule und fand dann eine Anstellung an einer Privatschule mit technischer Ausrichtung in Greifswald. Durch den Beitritt Polens zur Europäischen Gemeinschaft ist sie indirekt in den Kreis Steinburg verschlagen worden. „Mein Mann war beim Grenzschutz an der polnischen Grenze tätig und wurde 2002 nach Itzehoe versetzt. Dadurch bin auch ich mit nach Itzehoe umgezogen und habe 2003 eine Planstelle am Detlefsengymnasium bekommen.“

Naturwissenschaften liegen ihr am Herzen
Als Lehrkraft von naturwissenschaftlichen Fächern brennt sie auch heute noch für ihren Unterricht: „Hier können die Schüler forschen und experimentieren. Das Schönste für mich ist es, wenn die Schüler von selbst die Motivation entwickeln, den theoretischen Hintergrund dazu aufklären zu wollen.“ Insgesamt hält sie den Fächerkanon an der Schule aber für ausgewogen, denn die Schüler sollen bei ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Neigungen ein breites Angebot an Grundbildung kennenlernen. Um mehr vertiefendes Lernen und die Vernetzung der Fachgebiete zu ermöglichen, wünscht die Schulleiterin sich noch mehr individuelle Lernzeiten und Projekttage.

Ganztagsbetreuung
Am Herzen liegt Susanne Senftleben auch der Ausbau der Ganztagsbetreuung. Durch die Rückkehr zur neunjährigen Ausbildung am Gymnasium haben die Schüler wieder weniger Nachmittagsunterricht. „Ich möchte berufstätigen Eltern gerne ein verlässliches Betreuungsangebot in der Schule machen. Neben den Unterstützungsangeboten bei Lerndefiziten soll hier der ästhetische Bereich und der Sport im Vordergrund stehen.“

Wunsch nach Streuobstwiese
In baulicher Hinsicht übernimmt die Schulleiterin ein überwiegend grundsaniertes Schulgebäude und eine neue Sporthalle mit angrenzender Parkfläche. Als nächste bauliche Projekte stehen die Aufwertung des naturwissenschaftlichen Traktes und die Neugestaltung des Schulhofes an. „Hier wünsche ich mir ein offenes Klassenzimmer und die Anlage einer Streuobstwiese.“