Willkommen am Detlefsengymnasium in Glückstadt

Nur die Ungarn rechnen besser


Schüler des Detlefsengymnasiums erreichen beim internationalen Mathe-Wettbewerb in Budapest den zweiten Platz
Schon mehrfach hat sich das Detlefsengymnasium in den vergangenen Jahren als Mathe-Hochburg einen Namen gemacht. Jüngst waren die Glückstädter im fernen Budapest erfolgreich. In der ungarischen Hauptstadt räumten vier Neuntklässler im internationalen Bolyai-Finale Platz zwei ab. Doch nicht nur Mathe stand beim Ungarn-Trip auf dem Programm, auch die Kultur und Geschichte des Landes kamen nicht zu kurz.

Bildschirmfoto 2017-07-08 um 08.16.10
„An dem Wettbewerb haben wir dieses Jahr das erste Mal teilgenommen“, verrät Mathe-Lehrer Torsten Domrös, der Johanna Grell, Thorge Seefeldt, Willem Bloching und Florian Dohrn nach Budapest begleitete. Das Quintett reiste per Zug an und erreichte das Ziel erst, als es schon dunkel wurde. „Plötzlich war die Straße zu Ende, aber wir haben unser Quartier dann doch noch gefunden“, beschriebt Domrös die Anfahrt, die seine Mathe-Eleven kurz und bündig mit „lang“ beschreiben.
Um überhaupt nach Budapest reisen zu dürfen, mussten sich die Neuntklässler zuvor auf nationaler Ebene erst einmal qualifizieren. Am 17. Januar stand der Bundesentscheid an, und das Team setzte sich gegen starke Konkurrenz aus ganz Deutschland durch. In Budapest traf man dann auf die Landessieger aus Ungarn, Serbien und Rumänien. Eine Stunde dauerte der Mathe-Wettkampf. Schwierige Knobelaufgaben waren zu lösen, wobei jeweils fünf Antworten vorgegeben waren. Das Vertrackte daran: Alle konnten richtig sein – oder auch alle falsch.
Am Ende setzten sich die gastgebenden Ungarn vor den Glückstädtern durch. „Die Ungarn trainieren sehr viel und gezielt für den Wettbewerb“, erklärte Domrös. Bester Beweis: In den acht Altersstufen errangen die Magyaren sieben Mal den ersten Platz. Für die Detlefsenschüler war der Ungarn-Ausflug bei allem mathematischem Ernst vor allem ein großes Abenteuer. „Toll, dass Herr Domrös uns das ermöglicht hat“, sagt Thorge Seefeldt stellvertretend für seine drei Mitstreiter.
Gleich am ersten Tagt in Budapest ging es auf Stadt-Entdeckungstour. Vom Burgviertel bis zum Heldenplatz wurden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bereist. Am zweiten Tag stand dann das offizielle Sightseeing-Programm auf dem Plan. Dabei ging es unter anderem ins ungarische Parlament. Am Sonntag folgte der Mathe-Wettkampf, ehe es am Montag per Bahn zurück in die norddeutsche Heimat ging.
Zu gewinnen gab es in Budapest übriges auch etwas. Allerdings keine glänzenden Pokale und auch kein Geld, sondern „nur“ Urkunden und kleine Geschenktüten – sowie das gute Gefühl, in Mathe auch international zu den Besten zu gehören. Im kommenden Jahr will das Detlefsengymnasium wieder mitmachen. Der Termin für den nationalen Entscheid steht bereits fest. Am 16. Januar wird sich entscheiden, wer 2018 aus Deutschland nach Budapest reisen darf.
Carsten Wittmaack